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Die
Burgunderfamilie wird heimisch. 1999 lag das Ernteergebnis mit
58 Hektolitern pro Hektar in Sachsen deutlich über dem langjährigen
Schnitt. Vor allem die späten Burgunder, Rieslinge und Traminer
konnten optimal ausreifen und erzielten in den guten Betrieben ausgezeichnete
Ergebnisse.
Es konnten reintönige Weine mit sortentypischem Charakter erzeugt
werden, die jedoch sicherlich bis zu ihrer Vollendung eine längere
Reifezeit benötigen. Nach Aussage von einschlägigen Winzern aus
der Region ist der 98er ein Jahrhundertjahrgang.
An den steilen Flusshängen der Elbe liegt die östlichste und auch
kleinste Weinbauregion Deutschlands: das Anbaugebiet Sachsen.
Die
Fläche erstreckt sich von Pirna, südlich von Dresden, über Radebeul
an den wunderschönen Weinbergen unterhalb des Spitzhauses bis Seußlitz
nördlich von Meißen. Hier herrscht ein raues Binnenlandklima mit
heißen Sommern und kalten Wintern; im Frühling gefährdet Frost die
Blüte und führt häufig zu Ertragsminderungen.
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Dem sächsischen
Wein geht es gut, trotz niedriger Erträge und hoher Klimarisiken. Die Preise sind nach wie vor stattlich und der Absatz läuft reibungslos. Bereits vor der Wende galt eine Flasche Wein als Tauschware mehr als
Westgeld. Solange die Erzeuger gezwungen sind, ihre Weine weiterhin
zuzuteilen, bleiben die Preise hoch.
An der Elbe spielt der Müller-Thurgau mit knapp 21 Prozent der Rebfläche
nach wie vor die wichtigste Rolle. Inzwischen aber finden auch edlere
Sorten eine nennenswerte Ausdehnung: Riesling ist mit 16 Prozent
immer häufiger anzutreffen.
Die Zukunft scheint
jedoch den Rebsorten der Burgunderfamilie zu gehören, die hier ideale
Voraussetzungen finden.
Darüber
hinaus sind auch Reben wie Elbling und Goldriesling von Bedeutung,
die ihre Beliebtheit als sommerliche Zechweine nicht verloren haben.
Sachsen bleibt eine Insel von Individualisten. Fast jeder Betrieb
hat sein eigenes Profil.
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